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Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur 

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Es ist unter Züchtern wenig bekannt, dass in verschiedenen Kunststoffen enthaltene chemische Weichmacher, wie Bisphenol A , epigenetische Wirksamkeit haben und die Aktivität von Genen verändern können.

Wenn Welpenbesitzer, aber auch Besitzer von älteren Hunde sowohl was Haltung und Erziehung als auch was Fütterung betrifft, ein klein wenig mehr auf Hausverstand und Bauchgefühl achten würden als auf die vielfältigen und oft extrem unterschiedlichen Einflüsterungen aus den Social Media bzw. von dogmatischen „Hundeexperten“, dann gäbe es schon mal viel weniger Problemhunde.

Buchtipp - Welpenerziehung

Theorie und Praxis jenseits von Sitz, Platz und Bleib

Udo Ganslosser und Bettina Hinte-Breindl.

Was die Experten zu den Welpnschulen sagen?

Download des Interview >> hier

 

Dr. Udo Ganslosser 

http://www.ganslosser.de/portrait.html

Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie. Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus, möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Nach der Dissertation in Heidelberg kehrte er zum Bodenleben zurück und beschäftigte sich mit dem Sozialverhalten der Kängurus allgemein.

Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt. Seit dem WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch, die durch einen. Biostatistikkurs an der Univerität Würzburg, Sachgebiet Tierschutz abgerundet werden, sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten (wie Institut für Tierhygiene und öffentliches Veterinärwesen). In der Zoologischen Beratung des Filander Verlag übernimmt er Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung.

 

Sophie Strodtbeck 

http://www.strodtbeck.de/

Sophie Strodtbeck, Jahrgang 1975, studierte Tiermedizin an der LMU in München. Praktische Berufserfahrung sammelte sie in unterschiedlichen Tierarztpraxen. Von der Maus bis zu Ihren Lieblingstieren, dem Allgäuer Braunvieh, behandelte sie alle möglichen und unmöglichen Tierarten.

Seit einigen Jahren liegt der Schwerpunkt ihrer beruflichen Tätigkeit in der verhaltensmedizinischen Beratung von Hundehaltern. Weiterhin ist sie eine gefragte Referentin und hält Seminare und Vorträge im In- und Ausland. Als renommierte Autorin schreibt sie regelmäßig kynologische Fachartikel für verschiedene Hundezeitschriften. Besonders am Herzen liegen der passionierten Mehrhundehalterin ihre humoristischen Artikel mit der typischen „Strodtbeckschen Schnauze“.

Im Jahr 2001 nahm sie Günes, eine türkische Mülltonnenhündin und Paradeexemplar eines Canis autisticus, bei sich auf. Die Probleme mit dieser verhaltensoriginellen Hündin brachten die Autorin dazu, sich intensiv mit dem Verhalten von Hunden auseinander zu setzen. Sie besuchte unzählige Vorträge, Seminare und Fortbildungen. Die Verhaltensbiologie der Hunde lässt sie seit dieser Zeit nicht mehr los. Inzwischen gehören zu ihrer Hundebande noch zwei Beagles, eine stete Herausforderung an die Führkompetenz der Halterin, sowie ein Chihuahua-Mix, der auf die Welt kam, um es allen recht zu machen. Mittlerweile komplettiert ein Patchwork-Riesenschnauzer ihre hündische Rasselbande.

Im Jahr 2010 gründete sie gemeinsam mit dem Verhaltensbiologen Udo Gansloßer die Beratungsplattform „Einzelfelle“. Hier werden, in Kooperation mit behandelnden Tierärzten und kompetenten Hundetrainern, ratsuchenden Hundehalten, verhaltensmedizinische- und –biologische sowie ernährungsoptmier

ende Ratschläge erteilt. Gemeinsam mit ihm schrieb sie ein Fachbuch über Kastration und Verhalten bei Hunden. Weitere Bücher aus ihrer Feder sind „Kleiner Hund ganz groß“ und „Hilfe, mein Hund ist in der Pubertät!“

 

Günther Bloch 

http://www.hundefarm-eifel.de

1977 gründete er in der Eifel seine „Hundefarm“ und begann Haushunde in Gruppen zu halten und ihr Verhalten systematisch zu beobachten. Mit Erik Zimen und Elli H. Radinger gründete er 1991 die „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.“ deren Geschäftsführer er war. Ab etwa 1993 bis 1996 leitete er einige Forschungsprojekte mit dem Thema frei lebende Wölfe in Polen und Kanada, teilweise in Zusammenarbeit mit Paul Paquet (Universität Calgary, Kanada). Vom Mai 2005 bis Ende 2007 führten Günther Bloch und seine Mitarbeiter im Projekt „Tuscany Dog Project“ in der Toskana kontinuierliche Verhaltensbeobachtungen an verwilderten Haushundegruppen durch.

Günther Bloch publizierte Bücher über Wolfs- und Hundeverhalten und veröffentlichte zahlreiche Fachartikel in Hundezeitschriften. Seit Ende 2010 lebt er in Kanada.

 

Dr. Ádám Miklósi 

https://familydogproject.elte.hu/staff/researchers/

Ádám Miklósi, Leiter der größten Forschungsgruppe zum Thema Hund in Europa, befasst sich seit Jahren mit den Sinnes- und Gedächtnisleistungen von Hunden. Durch zahlreiche Versuchsanordnungen hat er gezeigt, wie exakt Hunde zum Beispiel auf Zeigegesten des Menschen reagieren und auch komplizierte Sachverhalte verstehen. In seinem Buch fasst er die neusten Erkenntnisse über Evolution, Kognition und Verhalten der Hunde zusammen und gibt einen Ausblick auf das zukünftige Zusammenleben von Mensch und Hund. Dr. Ádám Miklosi ist Leiter des Lehrstuhls für Ethologie an der Eötvös Loránd Universität in Budapest. Er ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Ethologen weltweit. Als Leiter des Lehrstuhls Ethologie an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest (Ungarn), erforscht er das Verhalten der Hunde, wobei die Erforschung der Mensch-Hund- Beziehung seit einiger Zeit im Mittelpunkt seiner Arbeit steht.

 

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen 

http://www.uni-kiel.de/zoologie/gorb/dfeddersen.html

Dorit Urd Feddersen-Petersen studierte Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 1975 begann sie ihre Promotion Ausdrucksverhalten und soziale Organisation an Zwergpudeln, Goldschakalen und deren Gefangenschaftsbastarden, betreut von Wolf Herre, am Institut für Haustierkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie wurde 1978 an der Tierärztlichen Hochschule Hannover promoviert und hat danach in Kiel den Haustiergarten geleitet und die AG „Verhaltensbiologie an Wild- und Hauscaniden“ gegründet, die sie bis heute führt. Nach Auflösung des Instituts für Haustierkunde führt sie nun ihre Arbeit in der Abteilung Funktionsmorphologie und Biomechanik des Zoologischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel fort.

Dorit Urd Feddersen-Petersen ist Fachtierärztin für Verhaltenskunde und führt die Zusatzbezeichnung Tierschutzkunde. Bekannt wurde sie der Allgemeinheit durch populärwissenschaftliche Publikationen, Fernsehproduktionen und die sogenannte Kampfhunddebatte, in der sie immer wieder als Gutachterin auftrat. Der Fachwelt ist sie durch zahlreiche Publikationen und durch ihre Forschungstätigkeit bekannt. Für ihre wissenschaftliche Arbeit erhielt sie 1993 den Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis der Universität München.

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem:

  • Verhaltensuntersuchungen bei Verwandten und Vorfahren der Haushunde: (Wölfe, Kojoten, Goldschakale, Rotfüchse) unter vergleichbaren Umweltgegebenheiten.
  • Die „Haustierwerdung“ des Hundes, die Domestikation des Wolfes. Sie untersuchte Verhaltensunterschiede zwischen verschiedenen Hunderassen und Wölfen, Kommunikation unter Hunden und Wölfen unter semi-natürlichen, vergleichbaren Umweltbedingungen, Unterschiede bei der Kooperation und Kompetition, Untersuchungen über die Funktion des Sozialspiels bei Wildcaniden und bei Haushunden.
  • Im Rahmen der Kampfhunddebatte erläuterte sie biologische Funktionen von Drohen und Kämpfen bei Wolf und Haushund; sie untersuchte den Einfluss des Menschen auf das Aggressionsverhalten von Hunden.

Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur 

http://sommerfeld-stur.at/

Irene Sommerfeld-Stur ist eine österreichische Populationsgenetikerin, Expertin auf dem Gebiet der Hundezucht und ausserordentliche Universitätsprofessorin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Sie studierte von 1968 bis 1973 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo sie 1975 mit einer Arbeit Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen dem Schlachtalter als Maß; für die Wirtschaftlichkeit einer Kuh und dem aus Markergenen geschätzten Heterozygotiegrad zum Dr. med. vet. promovierte. Seit 1973 arbeitet sie dort am Institut für Tierzucht und Genetik. 1985 erlangte sie mit einer Arbeit zur Heterosezucht bei Haustieren die Venia legendi für das Fach Tierzucht und Genetik. Irene Sommerfeld-Stur gehört zum wissenschaftlichen Beirat des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung[1] und zur Redaktion der Wiener Tierärztlichen Monatsschrift.

Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden die kynologische Genetik, insbesondere Erbfehler und deren Bekämpfung. Speziell widmet sie sich solchen Erbfehlern, die sich aus bestimmten Forderungen bzw. Interpretationen des Rassestandards ergeben, wie bei den so genannten Qualzuchten. Des Weiteren gehört zu ihrem Aufgabenspektrum die individuelle Beratung von Zuchtverbänden, Züchtern, Hundebesitzern und -käufern. Zudem hat sich Sommerfeld-Stur in den letzten Jahren intensiv mit der Problematik der als Kampfhunde klassifizierten Hunderassen auseinandergesetzt und stellt fest, dass die „Definition der Gefährlichkeit allein aufgrund der Rassezugehörigkeit sachlicher Unsinn“ ist.

Sie sieht die „Erhaltung der genetischen Varianz als eines der wichtigsten Ziele der modernen Hundezucht“ und weist angesichts dessen, dass „gerade züchterische Entscheidungen, die im Interesse der Gesundheit der Nachkommen liegen[,] zu einer Verschärfung der Situation der genetischen Vielfalt“ führen, auf die Notwendigkeit hin, „für jede Rassepopulation spezielle auf die jeweilige Populationssituation spezifisch zugeschnittene Lösungsansätze zu erarbeiten“ (Irene Sommerfeld-Stur).

Sommerfeld-Stur publizierte zahlreiche wissenschaftliche Artikel über die Rinder-, Schweine- und Hundezucht. 1987 erhielt sie den Förderungspreis der Österreichischen Tierärztekammern, 1997 das Ehrenzeichen des Österreichischen Kynologenverbandes.

 

Dr. Marie Nitzschner  

http://marienitzschner.de/

Verhaltensbiologin, Dozentin und Autorin – Marie lebt und arbeitet mit ihren beiden Hunden in Leipzig. Sie ist promovierte Verhaltensbiologin und forscht seit 9 Jahren am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie über die kognitiven Fähigkeiten von Hunden. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Hund-Mensch-Kommunikation und der Hund-Mensch-Kooperation. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit hat sie an zahlreichen Studien mitgewirkt sowie viele Experimente selbst entwickelt und veröffentlicht. Durch den Besuch zahlreicher Konferenzen hat sie ein großes Netzwerk zu anderen Hundewissenschaftlern aufgebaut und lernt viel über Hundeverhalten außerhalb ihres Forschungsfokus. Somit hat sie einen tiefgreifenden Einblick in die aktuellen Wissenschaftsthemen.